Copines – Copains – Berlin

22.06.- 03.08.2019, Sommerausstellung auf Einladung von Nevin Adalag, Galerie Wentrup, Berlin, Deutschland

Blick in die Gruppenausstellung, Galerie Wentrup, Foto Trevor Good

VILLA HEIKE AND OTHER STORIES curated by Pierre Granoux & Michael Schäfer

17.02.-16.03.2019, Ausstellung u.a. mit Pierre Granoux, Vanessa Henn, Valéry Leray, Jens Lüstraten, Arwed Messmer, Sophia Pompéry, Peter Rühle, Michael Schäfer, Sonya Schönberger, Nina Schönfelder, Villa Heike, Berlin, Deutschland

Welcome home, Blick in die Ausstellung, Foto Michael Schäfer

Im zweiten Teil der Ausstellungsreihe RESTRICTED AREA* erforscht eine ausgewählte Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Herkunft den Einfluss von Geschichte auf bestimmte Orte und die Art und Weise, wie Geschichte erzählt wird. Gestellt wird die Frage zur Authentizität von Erinnerungskultur und von Relevanz: Was ist es wert, erzählt zu werden, von welchen Orten soll berichtet werden? Wer bestimmt, was aufgedeckt und gezeigt werden darf, was veröffentlicht, vervielfältigt und gesagt werden darf? Die Wahrnehmung historischer Zusammenhänge aus heutiger Sicht spielt in der Ausstellung ebenso eine Rolle wie das historische und objektive Wissen von Orten, Objekten und Menschen. Es ist eine Auseinandersetzung mit den Transformationsprozessen einer Stadt und eines vergangenen Staates, dessen Gebäude und Architektur untrennbar mit seiner Geschichte verbunden sind.
Ausgangspunkt ist der Ort der Ausstellung selber und seine Geschichte: Der Ingenieur Richard Heike gründete 1903 eine Fabrik für Fleischereimaschinen und nutzte die dreistöckige preußische Villa HEIKE als Verwaltungs- und Wohngebäude. Die Villa überlebte Ende des zweiten Weltkriegs den Angriff der Alliierten. Die Sowjets marschierten ein und erschossen den Fabrikanten Heike vor der seiner Tür. 1951 übergaben sie das Gebiet an die Stasi, die in der Villa ihr geheimes NS-Archiv lagerte. Die VILLA HEIKE wurde somit Teil eines sogenannten „Sperrgebietes“ welches auf DDR-Straßenkarten nur als weißer Fleck existierte. Mit der deutschen Wiedervereinigung wurden die NS-Akten dem Bundesarchiv übergeben.

Im Jahr 2016 übernahm der Künstler Michael Schäfer mit vier Künstlerkollegen die VILLA HEIKE, um Künstlerateliers einzurichten. Nach der Renovierung öffnet die Villa erstmals Anfang 2019 ihre Pforten für die Ausstellung VILLA HEIKE and OTHER STORIES*, 30 Jahre nach dem Mauerfall .

Lost in Space

17.10. – 28.11.2015, Ausstellung mit Susanne Lorenz, Galerie cubus-m, Deutschland

Welcome home, Blick in die Ausstellung, Foto Wiebke Loeper

Beide Künstlerinnen hinterfragen Bildräume und Realräume. Wiebke Loeper beschäftigt sich in ihren Fotoarbeiten ‘zu eigen’ (seit 2014) mit dem urbanen Raum als Ort historischer und biografischer Bezüge und geht der Transformation Berlins nach. Susanne Lorenz’ Arbeiten finden ihren Ursprung in Renaissance-Malereien, aus denen sie u.a. Architektur- und Möbeldetails übernimmt und diese in Objekte aus Holz und Plastilin überträgt. Sowohl in Loepers Fotografien wie in Lorenz’ Skulpturen geht es um das Herauslösen und Neuintegrieren in Räumlichkeiten. Geschichten werden mitgebracht oder überhaupt erst generiert. Bezüge werden aufgebaut, aufgegeben und neu geknüpft.

Das Dokumentarische als Instrument. lux fotografen

15.10. – 13.12.2015, Ausstellung mit Jens Liebchen, Arwed Messmer, Philipp von Recklinghausen, Göran Gnaudschun u. Grit Schwerdtfeger, Haus am Kleistpark, Berlin, Deutschland

Die lux fotografen zeigen Werkgruppen verschiedener Dekaden. Die Ausstellung eröffnet ein spannendes Spektrum zeitgenössischer Themen, das auch Einblicke in die Entwicklung der individuellen fotografischen Handschrift und die Arbeitsweise der Fotografengemeinschaft gibt. Die Fotograf*innen verbindet, dass sie alle der Generation angehören, die zwischen 1964 und 1972 geboren ist und zur fast gleichen Zeit anfingen, professionell zu fotografieren: mitten hinein in eine Zeit des Umbruchs einer ganzen Gesellschaft, und fast alle in der Mitte des wiedervereinigten Berlin.
Wiebke Loeper zeigt ihre Arbeit “Lad“ (1996/1997), eine bildnerische Sammlung zum Begriff Heimat in Ost-Berlin und die Serie Welcome home, die 2006 in Los Angeles in Reflexion auf Werbeanzeigen von Immobilienmaklern entstand.
(Auszug aus dem Text von Annett Gröschner)

Zurück nach morgen

16.2. – 20.5. 2013, Ausstellung mit Yvon Chabrowski, Dominique Gonzalez-Foerster, Inken Reinert, Anri Sala, Michaela Schweiger, Maya Schweizer, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, Deutschland

In ihrer Installation “An die Schwestern des Carl Möglin” bezieht sich Wiebke Loeper auf Carl Möglin, der 1854 Wismar als Schiffsjunge mit dem Ziel Australien verließ. Nachdem er dort auf Gold stieß und ein Vermögen machte, holte er seine Schwestern nach, die ihrer Heimatstadt durch regelmäßige Korrespondenz und Geschenke verbunden blieben. In einer fiktiven Antwort berichtet Wiebke Loeper nun in ihren Fotografien vom heutigen Wismar und von den durch die politischen Prozesse der Wiedervereinigung herbeigeführten Veränderungen. In einer zweiten Betrachtungsebene handelt die Arbeit auch von Verlust und Hoffnung.
(Thomas Weski für den Katalog “darstellung | vorstellung, Fotografie aus Deutschland”, Köln 2007)

Welcome home

4.12.2010 – 2.1.2011, Ausstellungssicht Welcome home, Akademie der Künste, Berlin

Loeper untersucht anhand von Werbeanzeigen von Immobilienmaklern, wie Träume und Hoffnungen fabriziert werden und inspiziert in der gleichen Stadt heimlich mit ihrer Kamera die entsprechende Realität. Wie häufig in ihren Arbeiten setzt sie die gefundenen Fotos in Relation zu ihrer eigenen fotografischen Arbeit.
(Zaia Alexander , Villa Aurora, Pacific Palisades, Los Angeles 2006)

Hello From Bloomer. Viele Grüße aus Wismar

25.2.-28.3.2010, Hello from Bloomer. Viele Grüße aus Wismar, Galerie Lichtblick, Köln

Wiebke Loeper zeigt mit Ihrem Ausstellungs- und Buchprojekt “Hello from Bloomer. Viele Grüße aus Wismar“, wie sehr die frühen Prägungen eines Menschen ihren Ausdruck auch in einer völlig neuen Umgebung behalten. Sie beschreibt die Lebenswege ihres Großvaters Willi und dessen Cousin mit gleichem Namen. Beide wuchsen in Pommern auf und lernten den Beruf des Fleischers. Durch den Krieg getrennt, ließ sich der eine in den USA, der andere in der späteren DDR nieder. Mit einer Kombination von gesammeltem Bildmaterial aus den Familienalben und eigenen Fotografien schafft sie eine sehr subtile Dokumentation der verschiedenen Biografien, die überraschende Parallelen besonders in der Gestaltung des eigenen Lebensraumes offen legt.
(Text: Tina Schellhorn, Galerie Lichtblick)

Familiy Stories

31.5.2004 – 11.7.2004, Ausstellung mit Dinu Li, Alexander Ochs Galleries, White Space 798, Beijing, China

The exhibition brings together the two artists Wiebke Loeper and Dinu Li to a journey in time and space, history and family memories. Wiebke Loeper was born in Eastberlin in the early 70’s. Her uncles Willy and Willi, both butchers, were brought up in Pomerania. Separated by the world depression and Second World War, Willy went to America whilst Willi flew to a region later part of the DDR; both continuing the profession of butchery in their new environments. In Loeper’s concentrated, subtle photos, she follows and documents the life paths of her two uncles, dealing with themes of origins, pasts and fortuities. The artist has received relevant awards such as the Goldrausch-award, DAAD scholarship, Anne-Biermann-Price for German Contemporary Photography and is a fellow of the Federal Cultural Foundation, Germany…
(Photography Now, May 2004)

Öffentlich Privat

2003, Öffentlich Privat, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, Deutschland

Lad, plattdeutsch die; Truhe auf Rädern, bewahrt den allerwichtigsten Teil des Hausrates (Dokumente, Wertgegenstände, Erinnerungsstücke, Geschirr, Wäsche, etc.) auf der Flucht (wg. Brand, Hochwasser, Krieg)
Diese Sammlung zum Begriff “Heimat” zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit geht von meinen Orten des Aufwachsens aus. Der Mensch definiert sich zu großen Teilen über Dinge und Orte, die er liebt oder zumindest kennt. Es stellt sich die Frage, inwieweit Dinge unserer Zeit imstande sind, Erinnerung zu transportieren.
Hinzu kommt für mich, in einem Land aufgewachsen zu sein, das man in seiner Eigenheit nicht mehr begehen und erleben kann. Diese Art des Verschwindens erweist sich als weit mehr als eine Loslösung.
(Wiebke Loeper, Berlin 1997)

Und ich

„1972/2002“, C-Prints, 180×120 cm, Edition of 5 + 1 AP, Diasec Face. 2002, KZM, Berlin

Zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit. Seit 1995 arbeite ich mit gefundenem Material als Zeitspeicher, mit Familienbildern. Meine Arbeiten aus dieser Zeit strukturieren sich über biografische Bezüge inmitten der geringen Kontinuität von Zuständen und Orten.