Schon als Enkelin lauschte Wiebke Loeper gespannt ihrem Großvater Willi, wenn dieser Kindheitsgeschichten vom Hof und Familienbetrieb in Eschenriege erzählt. Und davon, dass es auch einen Onkel Willy in Amerika gab …


1999 macht sie sich als Fotografin auf den Weg zu Willys Familie in die USA, 2000 fotografiert sie in der (ehemaligen) DDR bei ihrem über 80jährigen Großvater. Loeper will Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den Kontinenten und im Lebensweg der beiden verwandten Männer auf die Spur kommen. Sie interessiert das Wissen dieser Generation im Vergleich zu ihrer eigenen. In Wisconsin war es ihr noch möglich, das Handwerk der beiden zu dokumentieren.

Zurück in Deutschland sammelt und arrangiert Wiebke Loeper im Buch gesammeltes Bildmaterial aus den Alben und Nachlässen beider Familien und ergänzt durch eigene Aufnahmen.
Die entstandene Ausstellung zeigt die Ergebnisse ihrer fotografischen Besuche bei Willy und Willi. Sie untersucht sowohl den handwerklich geprägten Berufsalltags beider Fleischer, als auch den privaten Raum. Die Bilder beider Familien vermischen sich und die Besucher müssen sich selbst orientieren und vergleichen, um die Geschichte subtil lesen zu können.